| Bildnerische Gestaltung | Aufgabenreihe |
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Semesterarbeiten Bildnerische Gestaltung |
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| Graffity, Sebastien Martin, E3d 1999/2000 | |||||
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| Beschreibung eines Graffity |
Die Mauer, die man auf diesem Bild sieht, steht in einem Pariser Vorort.
E s ist keine normale Wand sondern ein Kunstwerk. Der Künstler, der dieses
Graffiti sprayte, ist "HOW" und kommt aus Deutschland. "HOW "zählt zu den
besten und bekanntesten Graffitimalern Europas. Beim ersten Blick auf dieses Foto erkennt man ein rot-gelbes Gebilde auf einem grünen Hintergrund. Dieses Gebilde ist dreidimensional. Seine Dreidimensionalität erhält das Bild im Kontrast zwischen den gelben und den roten Flächen. Je nach Standort des Betrachters wirken die roten Flächen als Frontseite und die gelben Flächen als Tiefe oder umgekehrt. Das Gebilde gleicht einem fliegenden Ufo. Beim genaueren Betrachten können jedoch Buchstaben erkannt werden . Ich entziffere aus diesem Graffiti "HARES". Das "H" kann man ganz links mit seinen beiden quaderförmigen, gegen oben abstehenden Balken erkennen. Das "A" steht gleich neben dem "H" und ist an seinem eingeschriebenen gelben Dreieck und dem abwinkten Spitz gut zu sehen. Das "R" befindet sich geich über den Autoreifen mit den Spraydosen und ist mit den beiden überlappenden roten Balken mit den beiden schwarzen Strichen zu identifizieren . Nebenan befindet sich das "E" mit dem eingezeichneten schwarzen Punkt . Ganz rechts befindet sich schliesslich das "S" . Mit ein bisschen Fantasie können jedoch noch weitere spezielle Formen in diesem Gebilde gefunden werden. Die gelb aufleuchtende Fläche unter dem "E" gleicht einer Säge mit ihrem Sägeblatt, das viele kleine Zacken aufweist. Der Schaft verbindet die Säge mit dem Gebilde .Die Kante der Säge wirkt extrem scharf, weil sie sehr dünn ist. Das "E" ist auch als ein Gesicht mit einem offenen Mund zu erkennen. Das Auge besteht aus dem schwarzen Punkt und der Mund aus dem Ecken im Gebilde. Die gegen oben abstehenden Flächen auf dem "S" gleichen einem Kamm. Der Schriftzug besteht aus etwa fünf Farben: Einem Rot, einem Rosa, einem Gelb, einem Weiss und für die ganz dunklen Stellen einem Schwarz. Dazu kommen noch etwa drei verschiedenene Grün für den Hintergrund. Bei der Sprydosen Marke handelt es sich sehr wahrscheinlich um "DALTON". Die Dalton Spraydosen sind bei den Künstler sehr beliebt, weil sie einen gossen Druck aufweisen und die Farben schön Flächendeckend verteilen. Der Hintergrund ist aus verschiedenen Flächen zusammengestellt. Es sind keine klaren Strukturen im Hintergrund zu erkennen. Der rechte Teil ist am dunkelsten und verläuft durch ein Olivgrün in Hellgrün und wiederum ein Dunkelgrün, das sich mit dem Strauch am Fusse der Wand vermischt. Bei einem flüchtigen Blick ist nicht gleich zu erkennen, ob der Strauch gemalen ist oder nicht. Der Künstler hat sehr wahrscheindlich absichtlich am linken unteren Rand ein dunkles Grün verwendet um das Bild mit dem Strauch zu vermischen. Am rechten oberen Rand ist ein oranger Rahmen zu erkennen, der nicht wirklich ins Konzept passt. Es ist daher möglich, dass der Hintergrund ursprünglich zu eiem anderen Graffiti gehört hatte und von einem anderen Sprayer gemalen wurde. Die Lichtquelle kommt von recht s.Die orangegelben Flächen wirken daher am hellsten. Es sind auf der ganzen Figur Glanzstellen zu erkennen, die fast weiss aufleuchten. Die Helligkeit die von diesen Stellen abstrahlt , gleicht dem Sonnenlicht beim Aufprallen auf einem ganz glatten Spiegel. Die hellen Punkte under dem Graffiti gleichen sogar einem Eiswürfel. Die Glanzstellen ziehen den Blick des Betrachters stark an. Aus diesem Grund fällt der erste Blick beim Betrachten dieses Graffitis auf die Mitte des Gebildes. Der Künstler hat sich mit verschiedenen kleinen Hinweisen gekennzeichnet. Er hat auf dem "A" des Graffitis zwei kleine Würfel mit den Buchstaben "K,D" gemalt. Rechts unten hat er mit seinem Künstlernamen unterschrieben. Zur Verwirklichung dieses Graffitis wird "HOW" verschiedene Spray- dosenaufsätze, in der Szene Caps genannt, verwendet haben. Für die grossen Flächen des Hintergrundes wird er Fat-Caps verwendet haben. Die Fat-Caps sprayen einen breiten Streifen von ca.10 cm . Sie werden daher von den Sprayern verwendet, um schnell gosse Flächen zu bemalen. Für das Gebilde wird er hauptsächlich mit Skinny-Caps gearbeitet haben. Sie sprayen einen Streifen von 2-4cm und scheiden relativ viel Farbe aus. Durch schnelle Bewegungen kann man scharfe, schöne Kanten ziehen und auch ziemlich kleine Flächen bemalen. Für die ganz dünnen Linien in den gelben Flächen wird "HOW" ein Cap selbst mit einem Leimtopfen und einer Nadel angefertigt haben. Dieses Graffiti gehört zu einer neuen Generation. Die dritte Dimension spielt bei dieser neuen Kunst die zentrale Rolle. Sie gibt dem Graffiti Freiheit und es entsteht der Eindruck, es würde in der Luft schweben . Das Graffiti hebt klar vom Hintergrund ab und gleicht fast einer Skulptur . Dieses Volumen wird dadurch verstärkt, dass keine Konturlinien mehr vorhanden sind. |
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| Kantonsschule Enge Zürich, Steinentischstr. 10, 8002 Zürich |