| Kameratechnik | |||
| Interview | |||
| Bild | |||
| Die folgenden Grundregeln gelten speziell bei Interviews und nur unter der Vorraussetzung, dass kein anderweitiges, klares Filmkonzept vorliegt. | |||
| 1 | Konzept, Drehbuch und Kommunikation | Vor den eigentlichen Filmaufnahmen muss natürlich
das Filmkonzept allen Beteiligten klar sein. Falls ein Drehbuch mit einer
Geschichte und einer Rollen- und Aufgabenverteilung vorliegt, müssen
alle darüber informiert sein. Kameraeinstellungen, Mikrofonaufnahmen, Schnittechnik usw. müssen vor dem Aufnehmen im Team besprochen und entschieden werden, Das Set (der gefilmte Ort) muss gemeinsam besichtigt werden, sonst stolpert die filmende Person über das Mikrofonkabel, die interviewte Person steht im Gegenlicht vor einem Fenster und wird schwarz, die Kasette ist gerade dann fertig wo das Gespräch interessant wird. usw. |
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| 2 | eindeutiger Bildausschnitt der Personen | entweder müssen beide Personen, Interviewer
und interviewte Person, oder nur die interviewte Person im Bild sein. Ein Hin- und Herschwenken der Kamera funtioniert nicht, da die Aufnahme nervös und unkontrolliert wird. |
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| 3 | gleiche Höhe mit der gefilmten Person | Für ein neutrales,
nicht wertendes Bil,d muss die Kamera auf derselben Höhe wie die gefilmte
Person sein. Das heisst: bei sitzenden Personen nicht von oben filmen! |
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| 4 | Focus festlegen | Wenn das Zentrum
des Bildes zwischen den gefilmten Personen liegt und sich z.B. eine Landschaft
dahinter befindet, stellt der Autofocus der Kamera die Schärfe auf
die Landschaft, und die Personen erscheinen unscharf. Also muss hier die
Kamera auf manuellen Focus gestellt werden und der Focus wird manuell auf
die Distanz der Personen fixiert. Nur bei einer oder mehrerer Person im Zentrum des Bildes funktionier der Autofocus. |
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| 5 | kein Zoom ! | Das Hin - und Herzoomen
während den Aufnahmen verschlechtert die Aufnahmen in den meisten Fällen. Also zuerst den Bildausschnitt wählen und dabei bleiben. |
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| 6 | kein Telebereich ! | möglichst nahe an die Personen und im Weitwinkebereich Filmen. Bei Telebereichen verwackeln die Aufnahmen und das Verfolgen von Bewegungen der Personen wird sehr schwierig. | |
| 7 | kein Gegenlicht | Aufnahmen gegen
eine Lichtquelle bewirken, dass die gefilmte Person unterbelichtet, zu
dunkel dargestellt und nicht mehr gut erkennbar ist. Bei anonym bleibenden
Personen kann dies eine Methode der Verschleierung sein. |
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| 8 | kein direktes Flutlicht (Filmlampe) | bei Verwendung von
Scheinwerfern oder anderen starken Lichtquellen ist darauf zu achten, dass
diese der gefilmten Person nicht direkt ins Gesicht scheinen. Optimal ist eine seitliche Beleuchtung mit gegenseitigem Reflektor. |
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| Ton | |||
| 9 | Mikrofon | Interviewaufnahmen müssen mit externem
Mikrofon aufgenommen werden. Das eingebaute Kameramikrofon ist ein Weitwinkelmikrofon und nimmt zuviele Nebengeräusche auf. |
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| 10 | Kopfhörer | Da durch das Einstecken eines externen Mikrofons
in die Kamera das eingebaute Mikrofon abgestellt wird, muss das externe
Mikrofon permanent auf seine Funktion überprüft werden.
Dazu wird an der Kamera ein Kopfhöhrer eingesteckt, der vom Kameramann/frau
getragen wird. Nur so kann verhindert werden, dass versehentlcih das Mikrofon abgestellt bleibt oder nicht richtig eingesteckt wurde. |
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| 11 | Aussteuerung | Da eine manuelle Tonaussteuerung an den einfachen
Videokameras sehr kompliziert oder gar nicht möglich ist, muss auf
gleichbleibende Richtung und Distanz zur Tonquelle geachtet werden. Andernfalls muss beim Schneiden eine sehr aufwendige Aussteuerungsarbeit vorgenommen werden. |
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| Je nach Filmkonzept werden völlig verschiedene
Regeln angewandt. Regeln sind dazu da gebrochen zu werden! nur . . . . . . Eine visuelle Vorstellung muss da sein - und damit ein Konzept des Bildes, das mit der Kamera eingefangen werden soll. Da Filmarbeit in der Regel Teamarbeit ist, muss diese Vorstellung besprochen und formuliert werden. |
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