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Filmpraxis bei Interviews

Kameratechniken
Konzeptarbeit Filmkritik Filmbeispiele, Werbespots 2002/3  
 
Kameratechnik    
  Interview    
  Bild
  Die folgenden Grundregeln gelten speziell bei Interviews und nur unter der Vorraussetzung, dass kein anderweitiges, klares Filmkonzept vorliegt.
1 Konzept, Drehbuch und Kommunikation Vor den eigentlichen Filmaufnahmen muss natürlich das Filmkonzept allen Beteiligten klar sein. Falls ein Drehbuch mit einer Geschichte und einer Rollen- und Aufgabenverteilung vorliegt, müssen alle darüber informiert sein.
Kameraeinstellungen, Mikrofonaufnahmen, Schnittechnik usw. müssen vor dem Aufnehmen im Team besprochen und entschieden werden, Das Set (der gefilmte Ort) muss gemeinsam besichtigt werden, sonst stolpert die filmende Person über das Mikrofonkabel, die interviewte Person steht im Gegenlicht vor einem Fenster und wird schwarz, die Kasette ist gerade dann fertig wo das Gespräch interessant wird. usw.
2 eindeutiger Bildausschnitt der Personen entweder müssen beide Personen, Interviewer und interviewte Person, oder nur die interviewte Person im Bild sein.
Ein Hin- und Herschwenken der Kamera funtioniert nicht, da die Aufnahme nervös und unkontrolliert wird.
 
3 gleiche Höhe mit der gefilmten Person Für ein neutrales, nicht wertendes Bil,d muss die Kamera auf derselben Höhe wie die gefilmte Person sein.
Das heisst: bei sitzenden Personen nicht von oben filmen!
 
4 Focus festlegen Wenn das Zentrum des Bildes zwischen den gefilmten Personen liegt und sich z.B. eine Landschaft dahinter befindet, stellt der Autofocus der Kamera die Schärfe auf die Landschaft, und die Personen erscheinen unscharf. Also muss hier die Kamera auf manuellen Focus gestellt werden und der Focus wird manuell auf die Distanz der Personen fixiert.
Nur bei einer oder mehrerer Person im Zentrum des Bildes funktionier der Autofocus.
 
5 kein Zoom ! Das Hin - und Herzoomen während den Aufnahmen verschlechtert die Aufnahmen in den meisten Fällen.
Also zuerst den Bildausschnitt wählen und dabei bleiben.
 
6 kein Telebereich ! möglichst nahe an die Personen und im Weitwinkebereich Filmen. Bei Telebereichen verwackeln die Aufnahmen und das Verfolgen von Bewegungen der Personen wird sehr schwierig.  
7 kein Gegenlicht

Aufnahmen gegen eine Lichtquelle bewirken, dass die gefilmte Person unterbelichtet, zu dunkel dargestellt und nicht mehr gut erkennbar ist. Bei anonym bleibenden Personen kann dies eine Methode der Verschleierung sein.
Fenster, Türen, Ausgänge, Überdachungen, weisse und beleuchtete Wände können als Lichtquellen wirken.
Die hellsten Partien im Bild wirken als Lichtquelle, auch wenn dies keine eigentlichen Lichtquellen wie Sonne oder Scheinwerfer sind.
Die gefilmten Personen sollen von der Lichtquelle beleuchtet werden, also muss die Kamera mit dem Rücken zur Lichtquelle stehen, oder zumindest seitlich dazu.
Beim Filmen im Freien ist darauf zu achten, dass auch der Himmel als Lichtquelle wirkt, die Person sollte unter den Horizont oder von einen dunkleren Hintergund zu stehen kommen. Also muss die Kamera ev. eher leicht von oben filmen.

 
8 kein direktes Flutlicht (Filmlampe) bei Verwendung von Scheinwerfern oder anderen starken Lichtquellen ist darauf zu achten, dass diese der gefilmten Person nicht direkt ins Gesicht scheinen.
Optimal ist eine seitliche Beleuchtung mit gegenseitigem Reflektor.
 
  Ton
   
9 Mikrofon Interviewaufnahmen müssen mit externem Mikrofon aufgenommen werden.
Das eingebaute Kameramikrofon ist ein Weitwinkelmikrofon und nimmt zuviele Nebengeräusche auf.
 
10 Kopfhörer Da durch das Einstecken eines externen Mikrofons in die Kamera das eingebaute Mikrofon abgestellt wird, muss das externe Mikrofon permanent auf seine Funktion überprüft werden. Dazu wird an der Kamera ein Kopfhöhrer eingesteckt, der vom Kameramann/frau getragen wird.
Nur so kann verhindert werden, dass versehentlcih das Mikrofon abgestellt bleibt oder nicht richtig eingesteckt wurde.
 
11 Aussteuerung Da eine manuelle Tonaussteuerung an den einfachen Videokameras sehr kompliziert oder gar nicht möglich ist, muss auf gleichbleibende Richtung und Distanz zur Tonquelle geachtet werden.
Andernfalls muss beim Schneiden eine sehr aufwendige Aussteuerungsarbeit vorgenommen werden.
 
       
       
       
  Je nach Filmkonzept werden völlig verschiedene Regeln angewandt. Regeln sind dazu da gebrochen zu werden!
nur . . . . . .
Eine visuelle Vorstellung muss da sein - und damit ein Konzept des Bildes, das mit der Kamera eingefangen werden soll.
Da Filmarbeit in der Regel Teamarbeit ist, muss diese Vorstellung besprochen und formuliert werden.
       
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