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DV-Videobearbeitung mit normalen Firewire (i-link) Verbindungen und Adobe Premiere
und ev. mit externer Harddisk

HDV-Videobearbeitung (in Vorbereitung)

Computer und
System

Die folgenden Angaben gelten für Windows-Computer mit dem System XP, Vista oder Windows 7

  1. Windows XP
    Windows XP ist geeignet für alle gebräuchliche Filmschnittsoftware
  2. Windows Vista
    Windows Vista ist aus der Sicht des Betriebssystems wenige effizient als XP oder Windows 7
    Nicht alle älteren Schnittprogramme funktionieren reibungslos unter Vista, da teilweise Administratorrechte genauer vergeben werden müssen. Premiere 6 muss als Administrator gestartet werden.
  3. Windows 7
    Windows 7 ist auf neuen Geräten schneller und sicherer als XP oder Vista und für die neuesten Schnittprogramme zu empfehlen.
    Ältere Programme wie Adobe Premiere 6 funktionieren nicht mehr unter Windows 7.
Geräte

Kameras:

  1. DV-Kameras (Mini-DV-Bänder)
    720 x 576 Pixel / PAL
    DV-Kameras mit Mini-DV-Bändern sind immer noch sehr gut geeignet für die meisten Schnittprogramme.
    Die Bildqualität ist immer noch um einiges besser als die Qualität der Filme auf den Speichermedien Harddisk, DVD oder Flashspeicherkarten. Die Kompressionsformate (MPEG) der neuen Kameratypen erzeugen bei Farbflächen und schnellen Bewegungen starke Verpixelungen.
    DV-Kameras mit Bändern müssen über eine Firewireverbindung an den Computer angeschlossen werden. Eine Datenübertragung mit USB ist nicht möglich.
    Die Datenübertragung wird vom Schnittprogramm aus gesteuert.
  2. HD und Full-HD Kameras
    Viele einfache Billigkameras sind ab Fr. 200.- erhältlich. Auch Handys und Digitale Fotokameras haben oft HD oder Full-HD Aufnahmemöglichkeiten.
    HDV1 720p: 1280 × 720 Pixel mit den Frameraten 25p oder 50p in PAL-Ländern (30p oder 60p in NTSC-Ländern) sowie optional 24p
    HDV2 1080i: 1440 × 1080 Pixel mit den Frameraten 25p(sf) oder 25i in PAL-Ländern (oder 30p(sf) oder 30i in NTSC-Ländern)
    Full-HD / HDTV: 1080 x 1920 Pixel, Framerate bei den meisten besseren Kameras umstellbar zwischen 25 und 50 BpS.

    Wichtig:
    - Viele Billigkameras, Handykameras oder Digitalkameras mit Videoaufnahme arbeiten mit 30/Bilder pro Sekunde. Diese Bildrate ist nicht geeignet für die Produktion für PAL-DVDs mit dem europäischen PAL-Standard. Die Filme ruckeln, da PAL mit 25/Bildern pro Sekunde arbeitet.
    Die Filme können zwar mit speziellen Programmen umgerechnet werden. Dies ist sehr zeitintensiv und führt nicht zu befriedigenden Resultaten.
    Die maximale Aufnahmedauer pro Clip für Filme bei Digitalkameras (Foto) ist 10 Minuten. Bei richtigen Videokameras abhängig vom Speicherplatz mehrere Stunden.
  Formate
  Arbeit mit DV-Kameras und Adobe Premiere 6
Vorraussetzung

Filmbearbeitung mit einer externen Harddisk macht das Videoteam vom Computer und Arbeitsort unabhängiger. Die Arbeit kann an anderen Computern und ev. zuhause weitergeführt werden. Die Computer müssen mit derselben Software (System und Schnittsoftware) eingerichtet sein und dürfen aus diesen Gründen weniger leistungsfähig sein als reine Schnittcomputer.

Filmbearbeitung mit einer externen Harddisk (HD) bedeutet, dass der PC als reines Steuergerät verwendet wird und sämtliche Filmdaten auf der externen HD gespeichert werden. Die externe Harddisk muss eine "Fire-Wire"(FW) oder "I-Link" Verbindung zu Computer besitzen. Serielle, Netzwerk oder USB-1 und USB-2 Verbindungen sind dazu nicht geeignet. In neueren Notebooks sind häufig "Fire-Wire" oder USB 2 - Anschlüsse standardmässig eingebaut (Sony-Vayo, Dell, HP, Fujitsu-Siemens u.a.), andernfalls ist eine PCMCIA-Fire-Wire-Karte (IEE-Card-Bus) für etwa Fr.-100.-bis 170.- erhältlich, die sich in jedes Notebook setzten lässt.
Bei Tischmodellen benötigt man eine PCI-Fire-Wire- Karte. Diese sind etwa zum selben Preis (ab Fr. 150.-) erhältlich und bieten 2 - 3 IEE-Link-Anschlüsse.

Der Datentransfer der Film- und Audiodaten läuft primär zwischen Kamera und externer Harddisk. Der Computer mit seiner eigenen Harddisk dient zur Steuerung und Berechnung der Filmdaten. Auch die Ausgabe des fertigen Filmes geht von der externen HD (über den PC-Bus) direkt in die Kamera.

Bei einigen getesteten Notebooks funktioniert die externe HD für den Filmschnitt nicht einwandfrei. Unter Windows XP ist es mehrmals passiert, dass die externe HD nicht mehr erkannt wurde.
Getestet und als ok befunden haben wir die Sony VaioNotebooks sowie Fujitsu Siemens.

DV-Kameratypen

Für den digitalen Videoschnitt sind nur DV-Kameras geeignet. Diese werden als Mini-DV-Kameras bezeichnet. Daneben gibt es normale, grosse DV-Kassetten für Profigeräte oder neuerdings auch extrakleine Mikro-DV-Kameras.
DV-Kameras haben alle neben Audio- Video- und S-VHS-Ausgängen einen Fire-Wire-Ausgang. Bei den neueren Modellen ist dieser auch für Aufzeichnung (DV-In) freigeschaltet. Also können die DV-Kameras am Schluss der Arbeit auch für die Aufzeichnung des fertigen Filmes auf Videokassetten benützt werden. Ebenfalls geeignet sind die DV-8 Kameras von Sony. Diese arbeiten mit den alten Bandformaten Hi-8, sind aber über eine I-Link Verbindung ansteuerbar und liefern digitales Videoformat.

Neuere DV-Kameras können auch analoge Filme von anderen Videogeräten oder z.B. vom TV aufnehmen (z.B. Canon MV500i). Dabei müssen Video und Stereosoundkabel bei der DV-Kamera eingesteckt werden. Die Kamera wird im Playmodus mit der Fernbedienung auf Aufnahme geschaltet. Der analoge Eingang muss im Menu der der DV-Kamera aktiviert werden. Mit der Pausetaste der Fernbedienung kann der Rec-Vorgang gestartet weden.

Aufnahmen von analogen und älteren Kameras (Video 8, Hi.8, VHS oder S-VHS) müssen zuerst auf DV-Kassetten überspielt oder über eine ältere Video-Digitalisierkarte (z.B. AV-Master) auf die HD geladen werden, dabei ist auf gleichbleibendes Bildformat zu achten. Das DV-Filmformat hat die Auflösung 720 x 576 Pixel.

Windows XP-
DV-Kameras
Achtung!
Ältere DV-Kameras (z.B.: Sony VX700 und VX1000) werden von Windows XP nicht oder schlecht angesprochen, sie lassen sich also unter Windows XP auch nicht vom Premiere aus ansteuern. Diese funktionieren nur unter Windows 2000 oder Windows 98 problemlos.
FW-Harddisk Für den Transfer der Filmdaten wird die DV-Kamera über den Fire-Wire-Anschluss an die HD gehängt, die FW-HD's verfügen üblicherweise über zwei FW-Anschlüsse.
Mehrere FW-Harddisks können mit den FW-Kabel aneinandergehängt werden. Am einen Ende der Kette ist die DV-Kamera, am anderen der Computer.
Es gibt z.Z. auf dem Markt mehrere Anbieter von FW-Harddisks. Mini-FW-HD's haben eine Kapazität von bis zu 1TB und sind z.T. netzunabhängig benützbar. Die grossen FW-HD's haben eine Kapazität bis zu 120 GB und sind immer netzabhängig.
div. Harddisks Meiner Erfahrungen haben gezeigt, dass das System nicht zuviele verschiedenen Harddisks verträgt. Ein System mit ID-, SCSI- und Firewireharddisks gleichzeitig kommt beim Abspielen der Filmdaten ins stottern.
HD-
Speicherplatz,
Fragmentiereung

Die Harddisk mit den Filmdaten muss genügend freien Speichplatz vorweisen. 1Minute DV-Film benötigt etwa 200 MB Speicherplatz, ein Film von 38 Minuten etwa 8 GB.
Um einen Film von 5 Minuten zu schneiden werden allermindestens 4-6 GB Speicheplatz benötigt.
Das Programm Adobe Premiere schreibt grosse Mengen an Video- und Audiovorschaudaten auf die HD (richtigen Speicherort für diese Daten angeben!).
Die HD's müssen defragmentiert sein, damit die Daten mit genügend grosser Geschwindigkeit auf die HD geschrieben oder von ihr abgespielt werden können.
Das Benützen der System-HD für Videoschnitt ist nicht zu empfehlen.

Speicherung Sämtliche Daten, also die Projektdateien der Schnittsoftware (Premiere), Titeldateien, Storyboard, Batchlisten, Audiodateien und natürlich die Filmsequenzen müssen auf der externen HD gespeichert werden. Ein Verteilen der Filmdaten auf mehreren HD's, extern und intern kann Störungen im Abspielen produzieren.
Damit dies sichergestellt ist, muss auf dieser HD ein übersichtliches Verzeichnissystem aufgebaut werden und nach dem Start von der Schnittsoftware (Adobe Premiere) muss sofort der Speicherort festgelegt werden.
Kabel Der Computer wird mit einem FW-Kabel mit der externen HD verbunden. Diese benötigt je nach Fabrikat oder Grösse eine separate Stromversorgung.
Wenn die Kabelverbindung von einer FW-Karte eines Tischcomputers zu der externen Mini-HD (Pyrogate, LaCie) geht, wird diese über das Fire-Wire-Kabel mit Strom versorgt. Bei Notebooksituationen kann die Stromversorgung des USB-Anschlusses mit einem Spezialkabel (Pyrogate) für die HD verwendet werden.
Steckertyp FW-Kabel haben 2 verschiedene Steckertypen. Kameras und Notebooks arbeiten üblicherweise mit den kleinen Steckern, externe HD's, Mac's und PC-FW-Karten mit den grossen Steckern. So ist auf die Beschaffung der richtigen Kabeltypen zu achten.
Die grossen FW-Stecker haben Stromversorgung für die Peripheriegeräte.
NTFS oder FAT32 Wenn alle Geräte richtig verbunden sind und angestellt werden, erkennt das Betriebssystem die Geräte automatisch (Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7).
Die bei uns verwendeten externmen HD's sind NTFS-formatiert. Sie sind also unter Windows 98 nicht benützbar.
Laufwerk-
buchstaben
Je nach benütztem Computer vergibt das Betriebssystem (Windows) für die externe HD einen anderen Laufwerkbuchstaben. Wenn der benützte Computer zwei HD's hat oder die eine HD zwei Partitionen besitzt, ist z.B. der Laufwerkbuchstabe "D" schon vergeben, dann erhält die externe HD z.B. den Buchstaben "E". Dies kann beim erneuten Starten des Filmprojektes mit Adobe Premiere zu der Programmfrage führen, wo die zum Projekt gehörenden Daten sind. Dann ist die entsprechend andere Laufwerksangabe einzugeben. Anschliessend kann problemlos weitergearbeitet werden.
 
Checkliste für Arbeit mit externer oder interner HD und einfacher Fire-Wire-Karte (nicht für DV-Raptor, I-Mac oder AV-Master)
  auf Reihenfolge achten
Hardware  
1 wurden die für das Projekt geeigneten und vorbestimmten Geräte genommen? (die HD's sind nummeriert)
2 sind Computer, externe Harddisk und Kamera mit FW-Kabel richtig verbunden?
3 sind alle Geräte mit Strom versorgt? (Kamera nicht mit Akku, sondern mit Netzgerät betreiben)
4 Ist die gewünsche DV-Kasette in der DV-Kamera? DV-Kassetten nummerieren!
5 Sind alle Geräte angestellt? Kamera im Playmodus?
Software  
5 Ist das Programm Adobe Premiere (Version 6.02 oder 6.5) gestartet? Ist ein Projekt geöffnet?
6 Wurde die Projektdatei an den richtigen Ort (externe FW-HD) gespeichert?
7 Wurde die vorgegebene Verzeichnisstruktur auf der externen HD eingegeben?
8 Wurde der richtige Ort (exteren FW-HD) für das Speichern und berechnen der Filmdaten eingegeben?
9 Wurden die Einstellungen für das Projekt überprüft (DV-Pal Standard 48 kHZ)
10 Hat die DV-Kasette einen durchgehenden Timecode?
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