JAGANNATH POT
 

 

 

 
 

Von Demananda Chitrakar
Aufnahme: Majuramura; 16. August 1998

Übersetzung aus dem Bengalischen: Ganesh Murmu
Übersetzung aus dem Englischen: Thomas Kaiser
(vgl. Katalog <Klingende Bilder>)

 

 
     
 

Jagannath, Brahma, Garuda, Hanuman;

zwei Männer beständig am Ringen.

Indra Daman Raja lebte in Orissa.

Um Brahma zu rufen ging der König;

Ein Jahr später erschien Brahma.

Der König strich Kuhdung aus für Brahma -

Deine Rede, Brahma, Brahma!

Achtzehn Söhne in Indien:

Er opferte die Söhne und erbat himmlischen Segen.

Wozu wünschte sich der König solchen Segen?

Verloren die Söhne; ihre Mutter denkt bei sich

Ich will es nicht tun, die Münder der Söhne nicht öffnen -

sie begingen Sünden, mit wie vielen Beschimpfungen fütterten sie mich?

Achtzehn Flussläufen - achtzehn Söhne.

Am Schwanz eines Ochsen überquerte der König den Baitarani.

Der Dichter des Jagannath (-pot) spricht wahr, wahr:

Keine Kaste verdirbt, isst sie vom prasad Jagannaths

Erde, Wasser, die Köpfe stellen keine Fragen mehr.

im Süden Nahrungstöpfe, einer über dem anderen.

Das Fest Thakur Rath im zweiten Mond von Asur;

Jünger ziehen den Festwagen im Wald von Bhori.

Die Bostom-Kaste wandert und singt hori bol;

die Bostom-Kaste wandert in Bhobari Bazar -

alle führen sie im Mund horo hori

Schwarz, schwarz Jom Raja, am Arm Konjo Boros rakhi.

Nachts gehen sie mit Laternen und erfüllen ihre religiöse Pflicht.

Jede Kaste, die sündigt in Indien –

Findet ihre Strafe an der Pforte von Joms Reich.

Zwei tote Sünder – achtet auf ihre Worte!

Sohnes Frau gab seiner Mutter, seinem Vater, nicht zu essen,

und wenn sie gab, gab sie Probleme:

sie mischte das Essen mit Kuhdung und Dornen.

Das Ergebnis stellt sich ein an der Pforte von Joms Reich:

Die Frau versinkt in der Hölle; im höllischen Kessel

wird die Sünderin versenkt und hochgezogen, in der Hölle.

Strenge Wache vor dem eisernen Haus:

Seht, wer was tut – das Ergebnis entspricht der Tat!

Dies alles findet sich bei der Mutter der Hölle.

Und wieder, seht den Sünder, den grossen Sünder:

Gewinn von üblem Wissen schuf Übel

Anstelle von Wahrheit sprach er Lügen.

Die Jungen und Mädchen anderer mit Begehren zu betrachten –

Das Ergebnis findet sich an der Pforte von Joms Reich:

Mit der Zange wird die Zunge herausgerissen;

Nicht eine – zahlreiche Strafen!

Seht, wer was tut – das Ergebnis entspricht der Tat!

Dies alles findet sich bei der Mutter der Hölle

Und wieder - zwei Sünder, die grosse Sünden begingen:

Der eine schenkt, der andere verletzt

Irdener Krug; der Kopf abgetrennt mit der Hacke und fortgeworfen.

Er rief den Priester noch an der Pforte von Joms Reich

Doch ihm war die Hölle von Joms Reich bestimmt –

Wer was tut – das Ergebnis entspricht der Tat!

Und wieder zwei Sünder, die grosse Sünden begingen:

Sie besassen grossen Reichtum, sie waren so stolz darauf...

Als ein armer Mann an ihre Türe trat: "Scher dich fort! Scher dich fort!"

Das Ergebnis an der Pforte von Joms Reich:

Mit geketteten Händen und Füssen wurden sie hierhin und dahin gezogen

Auf und nieder und auf und nieder gezogen und vielfach bestraft.

Wer was tut – das Ergebnis entspricht der Tat!

Dies alles findet sich bei der Mutter der Hölle.

Den gewöhnlichen simol-Baum anzuschauen macht Freude.

In dem Baum versammelt hocken die Geier.

Sie riechen den Gestank des Todes und kommen, einer nach dem anderen.

Geier riechen den Leichnam und zerren ihn hierhin und dahin;

ein Hyänenrudel frisst mit Wollust.

Wisch deine Tränen fort, gute Mutter ...

Ewig glückliches Leben sollte niemals, nie vergehen!

Doch sieh den irdischen Körper mit Erde vermengt

Sieh im Feuer das schöne Antlitz, es kehrt niemals wieder.

Und wieder zwei Menschen – hört auf ihre Worte!

Spenden, Meditation – sie waren von wohltätiger Gesinnung.

Seht, im Augenblick ihres Todes fanden sie den Karren mit Blumen geschmückt.

Mutter, sieh – wer spendet wird nicht verbrennen!

Tu Gutes den Armen und sieh, wie glücklich du sein wirst -

Sieh nur wie glücklich sie dahingehn im blumengeschmückten Wagen!

Jene, die davon nichts wissen wollen, sind grosse Sünder

Und jene die wissen und all dies zu hören bereit sind– ihre Mühen finden Erfüllung.

Der Inhalt des Mahabharat ist wie amrit

Kasi Ram Das spricht: "Hört ihr, die Gutes tut –

Und singt einmal gemeinsam in eurem Mund hori hori!"