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Grafische Arbeiten im Unterricht "Bildnerische Gestaltung"
Arbeitsbeispiele: Signete und Visitenkarten
Die Arbeit am Computer im BG macht das Produkt wichtig.
Die herkömmlichen analogen Arbeiten haben oft prozessartigen Charakter und es können unfertige, skizzenartige Arbeiten als Produkte erwünscht oder akzeptiert werden. Die Computerarbeit lässt keine Skizzen zu. Auch Entwürfe müssen, um beurteilt werden zu können, in die gewünschte Endform, z.B. den Ausdruck gebracht werden. Analoge Medien und Techniken mit dem Computer zu simulieren ist sinnlos, da deren materielle und sinnliche Qualitäten nicht simulierbar sind. So wird der Computer tendentiell eher ein Hilfsmittel für mental vorbereitete, geplante Arbeiten und die Arbeit an ihm ist weniger ein erlebnisreicher Prozess als ein unumgänglicher Arbeitsschritt. Selbst wenn längere Entwurfsarbeit vor dem Endprodukt kommt, so hat diese nie den selben Wert wie herkömmliche, analoge Skizzen, sie wird oft einfach gelöscht oder überschrieben.
So wird der Computer sicher eher für grafische und publizistische Arbeiten verwendet. Künstlerische, gestalterisch bildende oder therapeutische Arbeiten fristen da noch ein marginales Dasein. (siehe Forum21)
Da grafische Arbeiten sofort in die Nähe von professionellen Produkten geraten und einer klaren Zweckbestimmung unterliegen, stellt sich die Frage nach der Berechtigung von solchen Areiten im BG. Es kann nicht ein Ziel des Unterrichtes sein, professionelle grafische Produkte zu erzeugen. Ein Ziel könnte aber sein, das Auge für die uns dominierende, visuell gestaltete Umgebung zu schulen. Zur grafischen Gestaltung gehört somit sicher eine Auseinandersetzung mit diesen Produkten und Trends.

 

Auf die Frage, was gutes oder schlechtes Grafikdesign sei, gibt es keine einfachen befriedigenden Antworten. Da Grafik im Gegensatz zur freien Kunst einen von Fall zu Fall wieder neu formulierten Auftrag hat, gibt es als einfache höchstens die ausweichende Antwort:
der Erfolg gibt Auskunft über die Qualität.

Allgemeine Stilregeln der grafischen Gestaltung werden oft von Dozenten an Kunst- oder Gewerbeschulen aufgestellt. Diese beinhalten neben Angaben zur Funktionalität vielfach subjektive Werturteile, traditionelle Harmonie- und Proportionsregeln, und haben zum Ziel, eine schulische Richtung und ein Profil zu stärken um sich z.B. gegen die sogenannte Massenware oder andere Schulen abzugrenzen. Diese schulischen Vorgaben haben oft einen dogmatischen Charakter und meinen bestimmen zu können, was in ist und was out. Da grafische Arbeiten aber oft ins Auge springen sollen ist es nichs als logisch, dass dieses Auffallen immer wieder provokativ durch ein Brechen der gestalterischen Regeln geschieht.
Es gibt heute die verschiedensten Trends und Gestaltungsrichtungen. Diese entwickeln sich nicht mehr - wie früher die Kunststile - chronologisch nacheinander, sondern sie kommen und gehen in einem Nebeneinander. Sie werden für ihre spezifischen Produktions- und Konsumentenkreise entwickelt und haben dementsprechend Berechtigung. Da es je länger desto weniger akzeptierte Autoritäten gibt, die ihre Ansichten bezüglich der Qualität von Design glaubhaft durchsetzen können, ist es umsomehr überflüssig, neue Rezepte oder allgemeine Regeln über grafische Gestaltung aufzustellen. Die Trends in der grafischen Gestaltung sind Strohfeuer und leben von Stimmungen und Emotionen, da sie diese ja auch in den meisten Fällen ansprechen sollen. So ist zum Beispiel seit einigen Jahren ein starker Trend zu ovalen oder elliptischen Formen zu bemerken, der sicher aus der Formenwelt der Snowboarder, der Skateboarder und Surfer kommt, deren Haupprodukte, die Bretter, eben ovale Formen haben. (siehe diese Seite) Viele Produkte, die nicht direkt mit diesen Sportarten zu tun haben, sitzen auf den Zug dieses Trends und nutzen die Aktualität dieser Formensprache für sich. Ein weiterer Effekt innerhalb derselben Szene und Stilrichtung sind die starken Konturen. Alle Zeichen, Buchstaben, Worte und Bildteile sind von starken Linien eingefasst. Dieser Trend kommt zu einem Teil sicher aus der Spraykultur, wo die kontrastierende Kontur einer der wichtigsten Effekte ist (siehe unten). Diese Szenen sind zum Teil eng miteinander verwoben (Hiphop, Sprayer, Snowboarder). Die hellen Konturen haben meist den Effekt von Neonleuchten (siehe Dance) oder starkem Gegenlicht. Die dunklen Konturen deuten oft Tiefe oder Schatten an
Trends entstehen selten auf den Reisbrettern (Computern) von Grafikern grosser Firmen. Meist sind es Insiderzirkel die sich für bestimmte Lebenshaltungen (Love and Peace), Beschäftigungen (Snowborden) und Produkte (Kleider) interessieren und diese intern entwickeln und damit auch meist Publikationen mit den entsprechenden neuen Gestaltungsformen. Es dauert dann oft Jahre bis Jahrzehnte, bis sich wirtschaftliches Interesse daran macht, diese Formen- und Produktewelt zu medienwirksamen Trends zu stilisieren und zu verkaufen. So ist es mit allen Jugendbewegungen und ihren eigentümlichen Formensprachen geschehen. Ein aktuelles Beispiel ist die Vermarktung von Streetball der Firma Addidas.


Bei einer solchen Vielfalt von Trends und Schulen ist es für einen Anfänger oder Aussenstehenden sehr schwer, sich einerseits darin zurechtzufinden und andererseits so zu Gestalten, dass man sich in einem Bezug zur aktuellen Grafikszene findet.


Wer für eine Szene grafische Produkte gestalten will, muss sich unweigerlich der vorgegebenen trendigen Formensprache bedienen, ausser er wage das Risiko des Misserfolges, diese zu ignorieren und zu verändern. Für Arbeiten ausserhalb eines wirklichen Auftrages und für Übungen ist es daher sinnvoll aber sicher schwieriger, sich selber bestimmte Zielsetzungen zu formulieren ohne Trends kopieren zu wollen.

Kids vor einem ihrer Graffitis, Zug 1999  

Auftragsarbeit oder eigene Zielsetzungen

Gestalterische Zielsetzungen erarbeiten kann erst einmal heissen, sich über die Kompromissbereitschaft eigener gestalterischer Vorlieben und Meinungen Rechenschaft geben. Muss ich den Geschmack eines fiktiven Publikums oder Auftraggebers gerecht werden oder darf ich so Gestalten wie ich Lust habe? Und zu was habe ich Lust? Wenn ein Auftraggeber oder ein Publikum fehlt, geht die Arbeit schon stark in eine künstlerische Richtung. Die Zeichen, Signete, Texte und Seiten, die zu gestalten sind, sollen ja ansprechen. Sie sollen Stimmungen ausdrücken und in diesem Fall einen Stil und Charakter visualisieren. Es braucht ein rechtes Selbstvertrauen, ohne Vorurteile einmal mit dem Formenreichtum, den unser Werkzeug bietet, umzugehen und zu experimentieren. Zu einem befriedigenden Ergebnis kommen kann man hier nur, wenn man über einen Fundus an Sensibilität bezüglich Farbe, Form und Typografie verfügt. Diese Sensibilität erarbeitet man sich durch genaues Beobachten, Beurteilen und eigenes Gestalten. Am wichtigsten ist das eigene Probieren ohne kopieren zu wollen. Das bedeutet viel Selbstvertrauen und Mut zu einer eigenen Formensprache.




 

Aufgabenbeispiel Signetentwurf





 

Gleichzeitig bietet die Aufgabestellung einen Einblick in die visuellen Eigenheiten der Werbung im Bereich Firmensignete, Schriftzüge und Slogans.

Je nach Auffassungsgabe und Begeisterung, die die Schüler für die Arbeit am Bildschirm bereitstellen, dauert die Arbeit etwa 5 - 10 Doppelstunden. Abhängig von der Bereitschaft der Schüler, sich auf eine Vertiefung einzulassen, gestalte ich auch die detaillierte Augabestellung

 

Dieses Aufgabenbeispiel stelle ich mit leichten Veränderungen seit etwa 3 Jahren jeweils den ersten oder zweiten Klassen des Kurzzeitgymnasiums der KSEnge, sofern eine Mehrheit der SchülerInnen wünscht, den Computer als gestalterisches Werkzeug kennenzulernen. Bis jetzt konnten sich etwa drei von fünf Klassen für diese Arbeit begeistern.


Entwurf
Da der Computer sehr schnell zu effektvollen Resultaten verführt und damit der Spielraum der Entwurfsphase leidet, ist es sinnvoll, zuerst konventionelle Entwürfe mit Bleistift, Pinsel oder anderen traditionellen Mitteln zu machen. Diese Entwürfe scheinen im Gegensatz zu den Computerprodukten unbeholfen. Sie verleiten nicht zum Eindruck, es sei schon alles perfekt. Damit ermöglichen sie eher das Ausprobieren und Skizzieren verschiedener Varianten.

Die Aufgabe betrachte ich als Einführung in die Verwendung des Computers als gestalterisches Werkzeug. Die Grundfunktionen, Unterschiede und auch Mängel von Zeichen - und Malprogrammen werden erfasst. Die Schüler sollen einerseits die faszinierenden Möglichkeiten und Effekte, die diese Programme bieten, kennenlernen. Andererseits sollen sie lernen, diese Effekte gezielt und sparsam einzusetzen. Zum anderen werden sie auch eine gewisse Beschränktheit dieses elektronischen Mediums im Vergleich mit den konventionellen Darstellungsmittel erfahren.



Corel Draw

 

Das Programm Corel Draw ist ein Grafikwerkzeug. Es erleichtert das grafische Gestalten von Signeten, Schriftzügen, Logos, Flyers, und anderen grafischen Produkten. CorelDraw ist kein Bildbearbeitung-, Mal- oder Textverabeitungsprogramm. Das Programm Corel Draw ist bekannt als ein mit vielen Spezialfunktionen ausgerüstetes Zeichenprogramm. Dieses seit 1988 von der Kanadischen Corel Corporation hergestellte Programm hat in den ersten Jahren seiner Verbreitung und nach einigen Entwicklungsschritten einige andere schon ältere und auch professionellere Programme in der Vielfalt und Präzision seiner Funktionen und Möglichkeiten überholt (Freehand, MicrografX u.a). Es gehört heute zu den verbreitetsten Grafikprogrammen auf dem Windows System. Da es erst seit kurzem auf Macintosh erhältlich ist und Grafiker wie Architekten seit langem eher Macintoshs benützen, ist es unter den professionellen Anwendern noch nicht so bekannt und verbreitet. Die Vielfalt der Werkzeuge im Corel Draw und die vielen Zusatzprogramme sind phänomenal. Sie machen aber heute diese Software etwas schwerfällig und unübersichtlich. Um den Aufbau eines Zeichenprogrammes kennenzulernen ist es für EinsteigerInnen kein Nachteil, mit einer der älteren Programmversionen, z.B. 3 oder 4 zu beginnen. Die heute (1997) aktuelle Version ist die Version 7. Das eigentliche Kernprogramm Corel Draw ist ein vektororientiertes Zeichenprogramm. Jedes gezeichnete Element wird nicht wie bei Malprogrammen Punkt für Punkt, sondern durch geometrische Umrissdefinitionen (Vektoren, Splines) definiert. Eine Fläche ist durch die Umrissform, deren Liniendicke und Linienfarbe sowie durch die Füllung bestimmt. Linien, die sich nicht zu einer Fläche schliessen, werden in ihrem Aussehen definiert durch die Liniendicke, die Linienstruktur (Punkte, Striche usw.), die Farbe und die Endform. Ein Linienende kann verschiedene Formen annehmen, z.B. eckig, rund oder pfeiförmig. Neben der Definition von einzelnen gezeichneten Elementen durch Linienform, Umriss und Füllung besteht die Möglichkeit, Elemente untereinander in Beziehung zu setzen um so z.B. transparente oder invertierende Überlagerungen zu erzeugen. Das Aussehen eines Elementes wird primär durch die Form des Umrisses definiert. Wie auch bei einfachen Linien wird der Umriss vektoriell bestimmt. Die Linien und Umrisse bestehen aus Knoten und deren Verbindungslinien. Die Vektoren sind die Bewegungsdefinitionen von einem Knoten zum anderen. Die einfachste Verbindung zweier Knoten ist die Gerade. Bogen werden durch die Lage von jeweils zwei Bogenanfassern zwischen zwei nebeneinanderliegenden Knoten bestimmt. Aus diesem Grund gibt es im Corel Draw keine eigentlichen Malwerkzeuge wie Pinsel, Roller, Spray und Stift. Formen werden verändert indem man die Umrisse verändert. Dies geschieht durch Verlagerung der Knoten (Anfasser) und Verschiebung der Vektordefinitionen (Kurvenknoten- oder Anfasser). Die Füllungen werden verändert durch die Farb- und Tonwertauswahl. Zusatzprogramme, die teilweise im Kauf von Corel Draw inbegriffen sind, ermöglichen eine Ausweitung der Arbeit in die Bereiche Bildbearbeitung und Malen (Corel Photo Paint), Vektorisieren von Bilddaten (Coreltrace), Bildschirmansichten einfangen (Corel Capture), Seitengestaltung (Corel Ventura). Die Liste der Corel Produkte geht noch weiter.

Der Computer als Gestaltungswerkzeug im Grafikbereich ist eine phänomenale Erleichterung.
Z.B. eine Schrift auf eine sich verkürzende Ebene zu projizieren bedeutete früher eine äusserst aufwendige, stundenlange Arbeit. Mit dem Computer ist es eine Sache von Sekunden. Wer einmal ein Grafikprogramm beherrscht, für den wird das Gestalten zu einem faszinierenden Spiel von Schriften, Farben und Formen. Diese Möglichkeit, spielerisch und ohne Materialaufwand zu Gestalten, bringt es oft mit sich, dass zu Beginn zu viele der vorhandenen Werkzeuge und Effekte angewandt werden und das Produnkt überladen und unübersichtlich wird. Neben dem Kennenlernen der Werkzeuge ist daher im Unterricht ein Augenmerk auf gestalterische Kriterien sehr wichtig. Zu einem überzeugenden grafischen Produkt zu kommen bedeutet, vor oder während dem Entwerfen eine Grundidee und ein gestalterisches Konzept zu entwickeln und dafür die Mittel gezielt und bewusst einzusetzen.



Signetbeispiele einer Thalwiler Informatikfirma: links Firmensignet mit den Initialen Q und I für Quaras Informatik, darunter ein Produktesignet mit demselber Grundraster und den Initialen C und S für Cybershop.

Aufgabe
Die Aufgabe bestet darin, für eine mögliche Firma, ein Produkt oder eine Publikation ein Signet zu entwerfen. Das Signet soll für die verschiedensten grafischen Produkte anwendbar sein (Briefkopf, Visitenkarte, Beschriftungen etc.). Das Signet soll aus vorerst aus Initialen bestehen. Diese Initialen sind die Anfangsbuchstaben des Namens der Firma oder eines möglichen Produktes. Zu den Initialen kommen Formen oder Zeichen. die mit der Firma, der Person oder dem Produkt in einer Beziehung stehen. Initialen und Zeichen sollen zu einer Einheit verschmelzen und als kompakte eigenständige Form werden. Zum Signet kommt später der Schriftzug, der mit dem Signet zusammen eine Einheit bilden soll.


Layout

Gitter und Lineale: Layout-Gitter und Lineal einrichten


Arbeitsbeginn
Verschiedene Programmeinstellungen sollten von Beginn an vorgenommen werden, damit bei späteren Einstellungsänderungen kein Durcheinander passiert. Seitenformat: Layout-Seite einrichten Im Fenster Seite-einrichten werden die Grundeinstellungen des Formates und der Layoutart bestimmt. Das Gitter wird als sichtbar (Gitter anzeigen) bestimmt und von Vorteil mit einem einfachen, grossen Rasterpunktabstand definiert (1 pro mm). Für bestimmte exakte Arbeiten kann dieses Gitter kleiner und als magnetisch definiert werden.


Layout-An Hilfslinien (resp.Gitter oder Objekten)

Hilfslinien
Zum exakten Setzen von Texten und Zeichen können aus den Linealen Hilfslinien gezogen werden. Diese können jederzeit wieder zurückgeschoben oder an einen anderen Ort gezogen werden. Durch zweimaliges Anklicken einer Hilfslinie erhält man ein Fenster, in dem die Eigenschaften der Hilfslinie aufgefürt werden. Hier können auch neue, schräge Hilfslinien definiert werden. Mit dem Befehl: ausrichten werden diese als magnetisch definiert und ziehen nahe herangeschobene Objekte an.


Text - Symbolleiste

Wenn viel mit Text gearbeitet wird, ist es von Vorteil, die Textsymbolleiste eingeblendet zu haben. Über diese Symbolleiste können die Schriftformen bestimmt werden. Diese Textsymbolleiste wird mit dem Befehl: Ansicht-Symbolleisten . . Text
Wenn die Symbolleiste frei beweglich ist, kann sie ganz nach oben verschoben werden. Sie wird dann ein fester Teil der Menuesymbolleisten. Je nach Projekt können weiter Symbolleisten ein-oder ausgeblendet werden.


Nullpunkt

Der Nullpunkt auf der bearbeiteten Seite kann neu gesetzt werden, indem man mit gedrückter Maustaste wie im PageMaker ein Fadenkreuz aus der Ecke der beiden Linaele herauszieht und am gewünschten Ort loslässt.

Werkzeug - Voreinstellungen
Wenn man in der Werkzeugleiste z.B. auf Füllung oder Umrisstift klickt und ein Feld auswählt, ohne dass ein Objekt markiert ist, erhält man ein Fragefenster, in dem man die Voreinstellungen für die weiteren mit dem betreffenden Werkzeug zu zeichnenden Objekte erhält. So ist es z.B. sinnvoll, vorerst die Objekte ohne Füllung, und mit einem feinen Umriss zu zeichnen. Dann sind Überlagerungen nicht störend und durch die feinen Umrisslinien kann man die Konturen über die Knoten gut bearbeiten.




Objekte zeichnen
Zum Zeichnen benötigt man die folgenden Werkzeuge in der Hilsmittelpalette am linken Rand.
Linien sind in ihrer Form definiert durch Knoten. Ihre Erscheinung wird definiert durch die Liniendicke und die Linienfarbe. Diese werden bestimmt durch die zwei untersten Werkzeuge "Umriss" und "Füllung". Linien können keine Füllung haben. Wenn sie zu einer geschlossenen Form verwandelt werden sollen, muss man die beiden Enden mit einem Werkzeug im Knotenbearbeitungsfenster zusammenfügen. Linien lassen sich direkt, ohne Umwandlung, mit dem Knotenpfeil bearbeiten. Die weiteren Zeichenwerkzeuge in dieser Reihe sind: 2. Kurvenstift für vorgegeben Bogen, 3. füllbare Linien, 4.Bemassungslinien, 5. Verbindungslinien
Flächen werden in ihrer Form auch durch Knoten bestimmt. Ihre Erscheinung besteht aus Umriss und Füllung. Flächen müssen zuerst "in Kurven umgewandelt" werden, bevor sie mit dem Knotenpfeil verändert werden können. Hilfsmittel Solange Text und Schrift nicht in Kurven umgewandelt wurde, lässt er sich nur über die Textformatierungen in der Textleiste verändern. Nachdem er aber in Kurven umgewandelt wurde, können die Schriften nicht mehr mit dem Schriftbefehl verändert werden sondern nur noch mit dem knotenpfeil.



Bewegen, Verschieben
(im Layoutmodus) Objekte können nur mit dem Pfeil (im Layoutmodus) verschoben werden. Linien oder Flächen ohne Füllung muss man mit dem Pfeil auf dem Umriss packen und verschieben. Flächem mit Füllung können innerhalb der Fläche gepackt und verschoben werden.
Skalieren (Vergrössern, Verkleinern, Verzerren und Spiegeln)
Objekte können, wenn sie angeklickt sind, an den quadratischen, schwarzen Eckanfassern proportional vergrössert oder verkleinert werden. An den seitlichen Anfassern werden sie verzerrt oder, wenn man die Anfasser über das Obket hinausschiebt, gespiegelt. Klickt man zweimal aufs Objekt, erhält man die Drehanfasser mit einem verschiebbaren Drehpunkt in der Mitte.

Erste Aufgabe: Schreiben/ Zeichnen

 


1. Initialen / Namen schreiben

Mit der Textmarke (Textmodus) werden die notwendigen Buchstaben geschrieben. Mit dem Pfeil werden die geschriebenen Buchstaben angeklickt. An einem Eckanfasser werden sie soweit vergrössert, dass ein angenehmes Arbeiten möglich ist (ca 1/3Seitenbreite). Im Textfenster der Menueleiste oben wird die neue Schriftgrösse angezeigt. Die Grösse kann natürlich auch über dieses Fenster eingegeben werden. Eine andere Möglichkeit, die Buchstaben grösser zu sehen ist natürlich die Zoomfunktion in der Hilfsmittelpalette


2. Schrifttyp bestimmen

Über die Symbolleiste "Text" kann die Schriftart und Schriftgrösse bestimmt werden. Wenn der Text im Layoutmodus (Pfeil) angeklickt wird, verändert sich der ganze Text im markierten Block. Im Textmodus (A) können einzelne Buchstaben oder Worte angestrichen werden, die dann einzeln veränderbar sind.Für diese Aufgabe ist es von Vorteil, eine klare Groteskschrift ( z.B. Futura, Helvetica, Switzerland, Arial) zu wählen, da diese einfacher zu Verändern sind.

3. Füllung löschen, Kontur bestimmen

Damit die weitere Bearbeitung der Buchstaben sichtbar wird, löscht man die Füllung mit dem Hilfsmittel Füllung. Wenn man auf dieses Symbol klickt erscheint eine Reihe Füllwerkzeuge. Das Kreuz löscht die Füllung des Objektes, die bei Schriften normalerweise schwarz ist. Wenn dann die Schrift nicht mehr sichbar ist hat sie noch keinen Umriss. Dieser muss definiert werden mit dem Symbol Umriss . Auch hier kann man mit dem mögliche Umrisse löschen. Indem man auf der Symbolleiste Umriss eine vorgegebene Liniendicke auswählt wird der Text wieder sichtbar. Mit dem ersten Symbol wird ein Fenster eingeblendet, in dem Umrissdicke, Umrissfarbe und mehr definiert werden.

4. Schrift in Kurven (Pfad) umwandeln

Sollen die Buchstaben eine detaillierte Veränderung erfahren, muss der Text, der in der vordefinierten Schrift nicht aufbrechbar ist, in eine Zeichnung verwandelt werden. Diese Zeichnung ist dann aber nicht mehr über die Textsymbolleiste veränderbar, sondernm nur noch mit dem Zeichenwerkzeug. Der entsprechende Menuebefehl lautet: Anordnen - In Kurven umwandeln


Anordnen - Gruppierung aufheben

Wenn der Text, der in Kurven umgewandelt wurde, aus mehreren Buchstaben besteht, müssen die Buchstaben noch mit dem Befehl: Anordnen - Gruppierung aufheben voneinander gelöst werden.Anschliessend kann die Zeichnung mit dem Knotenwerkzeug "Form" bearbeitet werden. Wird ein Buchstabe oder sonst eine gezeichnete Form mit dem Formwerkzeug angeklickt, erscheinen überall auf der Konturlinie die Knoten, über die die Verbindungsstrecken definiert werden. Gerade Strecken haben keine weiteren Definitionen als die Knoten. Sobald gebogene Verbindungslinien zwischen Knoten bestehen, sind diese durch zusätzliche Kurvenknoten definiert.



Die Knotenbefehle
Mit dem Kontenwerkzeug (Hilfsmittel "Form") können an einem Objekt einzelne Knoten angeklickt oder, indem man um eine Gruppe von Knoten einen Rahmen zieht, mehrere Knoten markiert werden. Aus den Buchstaben AS wurde ein Buchstabe der beide enthält. Der Überflüssige Buchstabe wurde gelöscht. Löschen kann man im Layoutmodus durch Anklicken und die Delete-Taste drücken, die Tastenkombination Ctrl-x oder im Knotenmodus durch umziehen der zu löschenden Knoten, in diesem Falle alle Knoten des Buchstaben S und Drücken der Taste Delete.

Im Knotenbearbeitungsfenster hat es folgende Werkzeuge:
Knoten zufügen
Knoten entfernen
Knoten vereinen
Knoten trennen
Knoten mit Linie verbinden
Bogen in Gerade verwandeln
Gerade in Bogen verwandeln
spitzer Winkel
gerader Übergang
symmetrischer Übergang
überflüssige Knoten entfernen
ausgewählter Bereich skalieren
ausgewählter Bereich drehen
ausrichten

Ellipse zeichnen und drehen
Mit dem Kreiswerkzeug (Hilfsmittel "Ellpse") wird eine in Bezug zum A grösserer Ellipse gezeichnet. Duch nochmaligel Anklicken mit dem Pfeil erhält man die Drehanfasser. In der Mitte erkennt man den Drehpunkt, der verschiebbar ist. An den Drehanfassern kann man nun die Ellipse drehen. Mit dem Pfeil wird die Ellipse nun über das AS geschoben und an den Anfassern in die richtige Grösse gebracht.
Werkzeug Voreinstellungen
Wenn die Ellipse eine Füllung hat und das andere Objekt verdeckt, sind die Füll-Voreinstellungen so eingerichtet, dass alle gezeichneten Flächen mit einer Füllung definiert werden. Diese Füllung kann nachträglich mit dem Füllwerkzeug gelöscht werden.


Wenn die Ellipse mit Füllung hinter das AS gestellt werden soll, machrt man die mit der Befehlsfolge: Anordnen - Anordnung - Nach hinten

Nun soll die Ellipse, die als dynamisch wirkende Hintergrundform gedacht ist, noch angeschnitten werden. Dazu muss sie zuerst in Kurven gewandelt werden, da sonst die Knoten nicht bearbeitbar sind. Dort, wo die gerade Linie als Teil der Ellipse beginnen und enden soll, werden mit dem Knotenpfeil neue Knoten markiert und im Knotenbearbeitungsfenster mit dem +-Knopf diese gesetzt. Diese Knoten müssen mit dem Spitze-Knopf des Knotenbearbeitungsfensters als spitzwinklig definiert werden. Dann müssen allfällige überzählige Knoten auf dem Bogenstück, dass zu einer Geraden werden soll, gelöscht werden. Nun wird der untere Knoten angeklickt und mit dem Geraden - Knopf dieser Ellipseteil in eine gerade Linie gewandelt
Hintergrundform und Initialbuchstaben AS werden nun so plaziert, dass die optische Wirkung optimal ist. Wenn die Buchstaben die Füllung leicht überschneiden, erzeugt die eine Verstärkung der räumlichen Wirkung. Diese räumliche Wirkung soll nun mit einem Schatten der Buchstaben und einer Farbverlaufsfüllung des Hintergrundes erzeugt werden.

Farbverlauf
Im Füllwerkzeug finde ich das (zweiter Knopf) Fenster Farbverlauf. Hier bestimme ich die Richtung des Farbverlaufes in der Beispielanzeige rechts oben. Links oben kann ich die Art des Verlaufes bestimmen. Im unteren Bereich des Fensters wähle ich die zwei Farben aus, zwischen denen der Verlauf stattfinden muss. Wenn ich mehrere Farbbereiche, also eine Art Wellenverlauf erreichen möchte, wähle ich statt "zwei Farben"den Befehl "frei" aus.

Schatten erzeugen
Ein Schatten zu einem Objekt wird durch das Duplizieren den betreffenden Objektes hergestellt. Das Objekt wird angeklickt und der anschliessende Menuebefehl lautet: Bearbeiten - Duplizieren Das duplizierte Objekt wird anschliessend mit dem Befehl Anordnen - Anordnung - nach hinten oder vorne in die richtige Ebene gebracht. Nun muss dem Schatten mit dem Füllwerkzeug die schwarze oder dunkle Färbung gegeben werden. Das Hintergrundobjekt wird ebenfalls dupliziert und ganz leicht nach rechts oben verschoben als Schatten hinter das Original gesetzt. Der Ort und die Grösse des Schattens haben einen starken Einfluss auf die räumliche Wirkung des Signetes. Je weiter weg der Schatten vom Objekt, desto eher entsteht die Wirkung, als ob das Objekt über einer Ebene schwebe. Wenn der Schatten aber zu weit weg ist, kann man ihn möglicherweise nicht mehr richtig als Schatten identifizieren und es entsteht eine unruhige Wirkung. Wird der Schatten leicht verzerrt (siehe Beispiel: schmaler gemacht), entsteht der Eindruck, dass die Ebenen von Objekt und Schatten nicht parallel zueinander verlaufen.
Räumliche Wirkungen
In diesem Beispiel entsteht die räumliche Wirkung also durch folgende Effekte: - Überlagerung (vorne-hinten) von Vordergrundobjekt und Hintergrundfläche - Überschneidung der zwei Objekte (AS schaut links oben über die Ellipse hinaus) - Farbverlauf des Hintergrundes (Licht-Schatteneffekte haben immer Raumwirkung zur Folge) - Duplizierung des Hintergrundes (Schatten) - Schatten zum Vordergrundobjekt - Verzerrung des Schattens (die Ebenen scheinen verschiedene Richtungen zu haben). Eine weitere räumliche Wirkung wird mit dem Effekt "Extrudieren" erzeugt. (siehe unten)
Schriftzug
Passend zum Signet wird nun der eigentliche Namen und Schriftzug geschrieben. Die Auswahl der Schrift und des Schnittes ist sehr wichtig und fordert ein langes Ausprobieren. Schrift und Signet müssen eine Einheit bilden, deshalb ist es selten gut, verschiedene Schrifttypen zu verwenden. Im Beispiel wurde auch zum Schriftzug ein Schatten hergestellt, der aber nur in einer sehr kleinen Distanz zum Objekt plaziert wurde. So ist der Schatten eher als 3-D Effekt wahrnehmbar. Auch der Schriftzug wird auf diese Weise räumlich.
   
zu den Beispielen  
   
   
   
   
   
   
   
   
9. 2003, Mario Leimbacher  

 

 


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